Schleimrübling, Oudemansiella 

Im wesentlichen nur eine wunderschöne, mittelgrosse und dünnfleischige Art, feucht stark schleimig, anfangs graulich, halbkugelig, später gewölbt bis flach und schneeweiss, beringt, meist büschelig auf Buchenholz wachsend. Je nach Autor bilden die Wurzelrüblinge (Xerula) eine eigene Gattung oder gehören zu den Schleimrüblingen. Ihrem Namen gemäss sind sie durch Wurzelfortsätze gekennzeichnet, die sie tief ins morsche Holz bohren. Der Hut ist mittelgross, selten klein, schleimig oder samtig bis fein borstig, ockerbraun, braun bis dunkel rotbraun. In der Gattung der Wasserfüsse (Hydropus) gibt es eine kleine Art mit gelb- bis ockerbraunem Hut und weissen Lamellen, die ab dem Frühsommer ebenfalls auf morschem Holz, meist auf kleinen Stücken, wächst. Der graubraune, mittelgrosse Breitblättrige Samtrübling bildet die Gattung Samtrübling (Megacollybia). Er wirkt recht stattlich, besteht jedoch praktisch nur aus der faserigen, oft rissigen Huthaut, den sehr breiten Lamellen und dem faserigen Stiel. Er wächst auf morschem Holz oder in der Nähe davon, oft schon im Frühsommer. Die Bestimmung der häufigen Arten ist durch deutliche Merkmale wie beringtem oder unberingtem Stiel, Grösse sowie schleimig-grubigem oder mattem bis filzig-borstigem Hut möglich. Die Gattung enthält keine Giftpilze, aber auch keine Speisepilze. Der Breitblättrige Samtrübling (Megacollybia platyphylla) wird manchmal gegessen ebenso der Grubige Schleimrübling (Xerula radicata). Beide sind häufig und können notfalls helfen, einen kargen Pilzfund etwas zu strecken. M. Bon (1989) erwähnt allerdings, dass ersterer nicht immer bekömmlich sei.

Deutscher Name Botanischer Name Vorkommen Speisewert
Üppiger Faserrübling Clitocybula abundans büschelig, auf Fichtenstrünken, seltener auf Laubholz, Sommmer, bis Herbst.
Fransiger Faserrübling Clitocybula lacerata büschelig, auf Fichtenstrünken, seltener auf Laubholz, Sommmer, bis Herbst.
Schwärzender Wasserfuss Hydropus atramentosus auf morschen Nadelholzstrünken oder liegenden Stämmen; Sommer bis Herbst. kein Speisepilz
Dryaswasserfuss Hydropus dryadicola subalpine bis alpine Lagen, bei Zwergstrauchheide auf saurem Boden; Sommer. kein Speisepilz
Braunschneidiger Wasserfuss Hydropus marginellus auf Strünken von Weisstannen (Abies). kein Speisepilz
Gemeines Breitblatt Megacollybia platyphylla auf totem Holz oder scheinbar auf Erde (auf vergrabenen Holzresten), vorwiegend im Laubwald, seltener im Nadelwald; Frühsommer bis Herbst. kein Speisepilz
Beringter Schleimrübling Oudemansiella mucida vorwiegend auf totem Buchenholz, seltener auf Eiche, meist büschelig; Sommer bis Herbst. kein Speisepilz
Schwarzbrauner Wurzelrübling Xerula caussei vorwiegend auf oder in der Nähe von vermoderndem Eichenholz, seltener auf anderem Laubholz (Buche, Edelkastanie); Sommer bis Herbst. kein Speisepilz
Braunhaariger Wurzelrübling Xerula longipes vorwiegend auf oder in der Nähe von vermoderndem Eichenholz, seltener auf anderem Laubholz (Buche, Edelkastanie); Sommer bis Herbst. kein Speisepilz
Ziegelroter Wurzelrübling Xerula mediterranea auf sandigem Boden, an Meeresküsten. kein Speisepilz
Schwarzhaariger Wurzelrübling Xerula melanotricha im Nadelwald, auf oder bei vermoderndem Tannenholz; Sommer bis Herbst. kein Speisepilz
Schleimiger Wurzelrübling Xerula radicata bei oder auf morschem Laubholz; Sommer bis Herbst. kein Speisepilz
Dünenwurzelrübling Xerula xeruloides auf sandigem Boden, an Meeresküsten. kein Speisepilz

 

© 10. 2013 · R.Winkler · Die Angaben zum Speisewert stützen sich auf die gängigen, aktuellen Publikationen im deutschen Sprachraum. Bei Unverträglichkeit wird jede Haftung abgelehnt.

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