Zapfenrübling, Strobilurus 

Kleine Fruchtkörper, blass graubraun bis satt dunkelbraun mit weissen, schmal angehefteten Lamellen. Der häufige Fichtenzapfenrübling (St. esculentus) wächst, seinem Namen entsprechend, immer auf Fichtenzapfen, die beiden anderen Arten ausschliesslich auf Kiefernzapfen. Sind die Zapfen vergraben, wachsen die Pilze scheinbar auf Erde. Wer den wurzelartigen Fortsätzen nachgräbt, findet aber sofort den erwarteten Zapfen. Das Sporenpulver und die Lamellen sind weisslich, und alle drei Zapfenrüblinge wachsen vorwiegend im Frühling, selten im Spätherbst. Aus der Gattung Baeospora bildet der Mäuseschwanzrübling ganz ähnliche Fruchtkörper, am selben Standort, jedoch im Herbst. Das Tausendblatt aus derselben Gattung erscheint im Winterhalbjahr auf Holz und hat sehr gedrängte lilafarbene Lamellen. Ohne Mikroskop können die Arten am besten nach ihrem Substrat (Art des Zapfens) und nach ihrem Geschmack unterschieden werden. Der Fichtenzapfenrübling (St. esculentus) ist essbar. Er kann sehr häufig sein und ist erstaunlich schmackhaft, was den Sammler etwas dafür entschädigt, dass er so klein ist. Er wächst vorwiegend in der speisepilzarmen Frühjahrszeit. Das ist wohl der Grund, warum diese kleine Art überhaupt als Speisepilz bekannt wurde. Alle andern beschriebenen Arten sind keine Speisepilze.

Deutscher Name Botanischer Name Vorkommen Speisewert
Mäuseschwanz-Amyloidsporrübling Baeospora myosurus auf modernden Fichten- oder Kiefernzapfen; Herbst. kein Speisepilz
Tausendblatt-Amyloidsporrübling Baeospora myriadophylla auf totem Holz, vorwiegend auf Nadelholz; im Winterhalbjahr. kein Speisepilz
Fichtennagelschwamm Strobilurus esculentus immer auf modernden, bisweilen vergrabenen Fichtenzapfen; Frühjahr, selten im Spätherbst. essbar
Milder Nagelschwamm Strobilurus stephanocystis immer auf Kiefernzapfen, vorwiegend von Bergkiefer (Pinus mugo), in höheren Lagen. kein Speisepilz
Bitterer Nagelschwamm Strobilurus tenacellus immer auf Kiefernzapfen wachsend, vorwiegend von Waldkiefer (Pinus silvestris), Schwarzkiefer (Pinus nigra), seltener Bergkiefer (Pinus mugo). kein Speisepilz

 

© 10. 2013 · R.Winkler · Die Angaben zum Speisewert stützen sich auf die gängigen, aktuellen Publikationen im deutschen Sprachraum. Bei Unverträglichkeit wird jede Haftung abgelehnt.

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